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Beifuss, Gemeiner


Foto: Wikipedia

Artemisia vulgaris L.

Syn.: Artemisia lactiflora, Artemisia samamisica

Gemeiner Beifuß

Familie: Asteracae / Korbblütlergewächse
Untergruppe: Asternähnliche
Ordnung: Asternartige
Vorkommen: Europa, Asien

Volkstümliche Namen
Jungfernkraut, Johanniskraut, Johannishaupt, Fliegenkraut, Gänsekraut, Besenkraut, Wilder Wermut u.a.

Hinweise 

Allergien möglich
bes. Kontaktallergien

nicht in der
Schwangerschaft
verwenden!

Gehört zu den
Artemisien

Beschreibung:
Häufig steht er unbeachtet am Wegesrand: Der Gemeine Beifuss. Seine dicht und buschig wachsenden Zweige sind am Stiel oft leicht rötlich unterlaufen, doch sitzen auf den stark verzweigten, weich behaarten Ästchen schmale, fiederige Blätter, dere Oberseite grün, die Untrseite weißlich grau ist und einen aromatischen Duft verströmt.

Die Blüten sitzen in Rispen gelb bis braunrötlich an Zweigen, deren Blätter etwas kleiner sind, als die der unbeblüten Zweige.

Lebensform: mehrjährig, Staude 
Blütezeit: Juli bis September
Erntezeit: Mai bis Juli
Ernte: Blätter, Triebspitzen, ganze Zweige
Konservierung: trocknen
Standort: sonnig, lockerer, gut entwässerter Boden, sandig
Pflegeanspruch: anspruchslos, im Frühjahr kräftig zurückschneiden
Vermehrung: Aussaat, Teilung

Der Beifuss gehört neben Estragon zu den wenigen Artemisia-Arten, die ihre Nachbarn nicht im Wachstum hemmen und sich daher auch für Bauerngärten eignen.

Optimaler Pflanzabstand: 0,5 bis 0,8 m.

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Abb. Biolib.de

Verwendungsmöglichkeiten

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

Artemisiae herba (alte Bez.: Herba Artemisiae)
Beifusskraut

Inhaltsstoffe: ähterisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Psilostachin, lipophile Flavonolderivate, u.a.

Die Volksheilkunde erwähnt den Beifuss vor allem als Heilmittel bei Erkrankungen und Verstimmungen des Verdauungsapparates sowie bei Appetitlosigkeit und Magenbeschwerden.

Für Kosmetik & Pflege

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In der Küche

Heute wird der Beifuss nicht mehr so verbreitet verwendet, doch eignet er sich hervorragend für die Würzung kräftiger und fettiger Speisen wie Braten, Soßen und mehr.

Für Dekorationen

Die optischen Reize des Beifuss liegen unter anderem in seinen weißlichen Blätterunterseiten, die besondern in Kräutersträußen, Kränzen und Girlanden gut zur Geltung kommen.

Überlieferungen / Aberglaube

Die botanische Bezeichnung "Artemisia" steht schon seit Dioskurides und Plinius für den Gemeinen Beifuss und seine Verwandten. Bezogen auf die Göttin Artemis und andere ihr gleichgesetzte göttliche Personifikationen der Antike (beispielsweise Ilithia als Göttin der Geburt) werden diese Kräuter in Griechenland und dem alten Rom als Heilmittel im gynäkologischen Bereich genannt sowie als Magenmittel erwähnt.

Die deutsche Bezeichnung der Art des "Gemeinen Beifuss" geht aus dem Aberglauben hervor, dass ein um den Fuß gebundener Zweig vor Müdigkeit, aber auch vor der "Dämonischen Krankheit" (=Epilepsie) schützen können soll.