Fleischlos glücklich: Tofu und Tempeh

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Die Vielfalt der veganen Küche ist so manchem nur bedingt bewusst. Was Tofu und Tempeh auf dem Teller können, erklärt unsere Herbaversum-Autorin Tina nicht nur für Veganer.

Tofu; Foto: © Brent Hofacker/Fotolia.com
Tofu; Foto: © Brent Hofacker/Fotolia.com

Immer mehr konventionelle Supermärkte führen vegane Produkte, darunter auch den „Klassiker“ Tofu oder das Sojaprodukt Tempeh – doch diese stoßen nicht immer auf Begeisterung. Die Reaktionen reichen von „Schmeckt nach nichts“, „Das ist fade“ bis hin zu deutlicher Abneigung. Doch wie bei vielen Dingen, die mit Geschmäckern in Verbindung stehen, entscheidet auch hier das Auge des Betrachters (oder besser: der Mund des Schmeckenden). Zugegebenermaßen sind Tofu und Tempeh in ihrer reinsten Form nicht jedermanns Sache, doch vermutlich bevorzugen auch die wenigsten Mischköstler ein rohes Schweineschnitzel oder eine ungebratene Leber im Ragout. Sojaerzeugnisse wie Tofu und Tempeh eignen sich hervorragend für die verschiedensten Kochvariationen, da sie Gewürze gut aufnehmen und somit kaum Grenzen in der Zubereitung setzen – noch dazu liefern sie hochwertiges Eiweiß und wertvolle Vitamine.

Vielfältige Soja-„Klassiker“

Der bei der Tofu-Produktion entstehende Soja-Quark wird entwässert und in Blöcke gepresst, wobei der gesamte Prozess der Herstellung von Käse aus Milch ähnelt. Tofu ist traditionell in der asiatischen Küche verbreitet. Für die Zubereitung genügt es oft schon, den naturbelassenen Proteinlieferanten in Scheiben zu schneiden und vor dem Braten gut zu würzen. Tofu nimmt jedes Aroma hervorragend in sich auf, ohne es unerwünscht zu verfälschen. Auch Marinaden verschiedener Art erzielen äußerst positive Ergebnisse; der zubereitete Sud zieht bereits nach kurzer Zeit in die Masse ein.

Neben Naturtofu ist das proteinreiche Sojaerzeugnis mittlerweile in vielen weiteren Variationen verfügbar: Ob geräuchert, mit Kräutern, Tomate-Basilikum oder diversen Nüssen – in Drogerien, Biomärkten, Reformhäusern oder gut sortierten Supermärkten besteht die größte Schwierigkeit meist eher darin, sich für eine Variante zu entscheiden.

Neben Tofu erfreut sich jedoch noch ein anderes Produkt zunehmender Beliebtheit: Tempeh. Das Sojaerzeugnis ist ursprünglich in der indonesischen Küche angesiedelt und unterscheidet sich vor allem im Herstellungsprozess und in der Konsistenz von konventionellem Tofu. Tempeh ist bissfester, doch die Zubereitung ebenso einfach. Das mild-nussige Produkt hat ein pilzartiges Aroma und lässt sich vielfältig zubereiten. Da die Nachfrage nach Tempeh auch in unseren Breitengraden zunehmend steigt, ist es beim Einkauf oft neben Tofu und anderen Fleischalternativen zu finden.

Tofu und Tempeh – geeignete Fleischalternativen?

Bei entsprechender Zubereitung eignen sich Tofu und Tempeh durchaus als Alternative zu Fleisch. Sie mögen in Geschmack und Konsistenz nicht in jedem Falle an die gewohnten tierischen Produkte erinnern, runden den Speiseplan aber dennoch ab. Bereits mit wenigen Grundkenntnissen und ein paar raffinierten Rezepten lassen sich leckere Mahlzeiten für jede Gelegenheit zaubern. Einmal auf den Geschmack gekommen, eröffnen sich unzählige kulinarische Erlebnisse rund um die bunte Vielfalt der fleischlosen Küche.

 


Tina Reschke
Tina Reschke

 

Tina Reschke ist Veganerin und Genussmensch in einer Person. Als Texterin und Lektorin arbeitet sie vornehmlich in nachhaltigen Themenfeldern, in denen sie täglich neu für sich und ihre Arbeit auf Entdeckungsreise geht. Zu Ihrem Autorenprofil Tina Reschke.

 

 

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