Kräuterbäder

Kräuter mit ätherischen Ölen eignen sich optimal für die Verwendung im Bad. Je nach gewünschtem Effekt können hierbei die verschiedensten Kombinationen genutzt werden. Auch die Kosmetikindustrie hat sich darüber Ihre Gedanken gemacht und kreiert jeden Tag aufs Neue interessante Variationen für neue Duft- und Pflegeerlebnisse. Warum also nicht auch Sie, wo Sie doch ihren Geschmack am besten kennen?

Der gewünschte Effekt spielt natürlich hierbei auch eine wichtige Rolle – möchten Sie lieber entspannend den Abend ausklingen lassen oder nach dem Bad frisch und erholt wieder loslegen? Oder möchten Sie einfach gestresster oder trockener Haut etwas gutes tun, indem Sie ihr milde Inhaltsstoffe aus dem Kräuterbeet zuführen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich in der Badewanne mit Kräuterbädern zu pflegen. Wichtig ist hierbei, nicht zu warmes Wasser zu verwenden (höchstens 35 bis 38 ° Celsius, also annähernd körperwarm) und die Badedauer auf 10 bis 15 Minuten zu beschränken. Bei höheren Temperaturen beginnt die Haut zwar die Poren zu öffnen, aber auch zu transpirieren, weshalb heilende Substanzen dann nur bedingt aufnehmen kann. Ein längerer Zeitraum als die empfohlene Badedauer hingegen, ist anstrengend für die Haut (besonders für trockene), da sie dadurch ausgelaugt wird und der pflegende Aspekt seine Wirkung verliert. Natürlich kann die Anzahl der Kräuter variieren, doch sollte man sich auf ein bis vier Kräuter beschränken.

Natürlich gilt auch hierbei – nicht vergessen die eigene Verträglichkeit der Kräuter zu prüfen (Allergien, ect.). Eine kleine Beispielliste zu verwendbaren Kräutern finden Sie in unserem Ratgeber „Badekräuter„.

Die einfachste Variante ist hierbei der

Kräuteraufguß

Setzen Sie für Kräuterbäder einen Kräuteraufguß mit ca. 250 g getrockneten oder einer großen Hand voll frischer Kräuter auf ca. 500 ml Wasser an. 10 Minuten sollte das Ganze mindestens ziehen. Danach abseihen und den Sud dem Badewasser beigeben.

Eine weitere Möglichkeit ist der

Kräuterbeutel

Nehmen Sie für den Kräuterbeutel einen Leinenbeutel oder ein Mulltuch. Füllen Sie die Badekräuter Ihrer Wahl in den Beutel bzw. das Tuch. Bei dem Mulltuch legen Sie die Kräuter in der Mitte und nehmen die Ecken hoch, um Sie zusammenzubinden.

Besonders eignet sich hierfür eine kräftige Baumwollkordel. Hängen Sie anschließend den Beutel oder das Bündel in einer Länge unter den Wasserhahn, dass das Wasser über die Kräuter in die Badewanne fließt, während der Beutel im gefüllten Bad im Wasser hängt.

Der Kräutermischung können Sie wahlweise auch eine halbe Handvoll Kleie oder feines Hafermehl beifügen. Dann lässt sich der Beutel am Ende des Bades auch zum Abreiben des Körpers benutzen, wodurch ein leichter Peelingeffekt entsteht. Weitere Varianten, beispielsweise mit Raspeln einer milden Seife, sind ebenfalls beliebt.

Milchbad

Milchbäder können auf ähnliche Art und Weise mit Milchpulver zubereitet werden. Dabei sind 3 bis 4 Esslöffel Vollmilchpulver völlig ausreichend für ein Vollbad. Auch hier können Kräuterbeutel und Kräuteraufguß zum Einsatz kommen. Sehr angenehm bei trockener Haut ist die Kombination von Milchpulver mit einem großen Esslöffel Honig. Wenn Sie kein Milchpulver zur Verfügung haben, schauen Sie doch auch mal in Ihren Kühlschrank. Auch Sahne lässt sich für Milchbad-Varianten der Kräuterbäder nutzen.Zeitgleich ist Sahne besonders hilfreich bei einem Ölbad.

Ölbad

So mancher nutzt gerne seinen Lieblingsduft in Form von ätherischen Ölen. Auch diese eignen sich für die Pflege – doch bekanntermaßen schwimmen Öle auf dem Wasser und brauchen für die Mischung einen Emulgator. Sahne kann als solcher Emulgator fungieren.

Natürlich sind ätherische Öle auch allein im Badewasser eine Wohltat, werden dann jedoch nur durch die Verdampfung und somit über die Schleimhäute aufgenommen. Die Wassertemperatur spielt eine wesentliche Rolle bei Ölbädern. So sollte ein Entspannungsbad ungefähr Körpertemperatur haben, ein anregendes Bad hingegen etwas kühler zw. 29 und 30 ° liegen. Liegt die Temperatur darunter, können die Öle nicht verdampfen – umgekehrt wirkt sich eine zu warme Temperatur eher wieder entspannend als stimulierend aus.

Essigbäder

sind eine zusätzliche Variante bei trockener Haut oder schmerzenden Muskeln. Allerdings muss dieses im Gegensatz zu den anderen Bädern vorbereitet werden. Hierbei werden die Kräuter mit ca. 1/2 Liter Apfelessig langsam aufgekocht und über Nacht eingeweicht. Danach werden sie abgeseiht und in eine saubere Flasche gefüllt. Diese Mischung reicht für zwei Vollbäder.

 

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